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Die 10 wichtigsten Unterlagen zu deiner Baufinanzierung

Du hast dein Traumhaus bereits gefunden und suchst jetzt eine geeignete Baufinanzierung. Wir zeigen dir wie du deine Finanzierungsanfrage gut vorbereitet startest. Im Folgenden findest du eine Aufstellung der 10 wichtigsten Unterlagen zu dem zu finanzierenden Objekt und deiner persönlichen Vermögenssituation, die für eine Finanzierungsanfrage für den Darlehensgeber relevant sind.

Relevante Unterlagen zum Objekt

Um sich eine Übersicht über deine Bonität, sprich Kreditwürdigkeit, zu verschaffen erstellen Banken eine sogenannte Haushaltsrechnung. Hier werden deine Einnahmen und Ausgaben sowie dein Vermögen und Verbindlichkeiten gegenübergestellt. Zur Erstellung werden die nachfolgenden Unterlagen benötigt.

Grundbuchauszug oder Kaufvertragsentwurf


Ein Grundbuchauszug gibt Auskunft über die Eigentumsverhältnisse sowie mögliche mit dem Objekt verbundene Rechte und Lasten. Neben der dem Grundstück zugeordneten Flurstücke sind auch z.B. bereits vorhandene Grundschulden oder z.B. Wohnrechte und Erbbaurechte eingetragen. Der Grundbuchauszug sollte nicht älter als drei Monate sein. Das registerführende Grundbuchamt ist den Amtsgerichten zugeordnet. Ein Grundbuchauszug kann entweder vor Ort oder auch elektronisch via Internet abgerufen werden. Bitte beachte, dass hierzu, sofern du nicht der Eigentümer bist, eine Vollmacht des Eigentümers benötigt wird. Den Abruf kann, nach Vollmachtserteilung, auch dein Finanzierungsberater durchführen.

Flurkarte


Die Flurkarte ist eine maßstabsgetreue Darstellung aller sog. Liegenschaften (Flurstücke, Grundstücke). Sie ist mit dem Nachweis der Lage und Abgrenzung der Grundstücke die amtliche Kartengrundlage des Grundbuchs und damit die Grundlage für die Sicherung des Eigentums an Grund und Boden. Heute können für nahezu alle Regionen Deutschlands die Flurkarten auch online abgerufen werden.

Bau-/ Objektbeschreibung


Bei Neubauten wird in der Regel von einem Architekten oder Bauträger eine Baubeschreibung erstellt. Bei bestehenden Objekten genügt alternativ auch, falls vorhanden, ein Exposé oder Gutachten. In vielen Fällen erhältst du von der Bank ergänzend oder alternativ ein Formblatt um eine Objektbeschreibung abzugeben.

Grundrisspläne


Die Objektpläne müssen les- und prüfbar sowie bemaßt sein. In Verbindung mit der Wohnflächenberechnung dienen sie der Plausibilisierung der Größe und Nutzung des Objekts. Die Pläne und die Wohnflächenberechnung sollten möglichst durch einen Architekten oder Bauträger erstellt worden sein. Sind keine Originalpläne mehr vorhanden, so reicht zunächst eine bemaßte Skizze des Grundrisses, sowie entsprechende Objektfotos der Räumlichkeiten. Eine Wohnflächenberechnung kann, wenn sie nicht vorliegt, auch selbst erstellt werden. Meist gibt es hierzu Vordrucke. Die Bank wird diese Angaben durch eine Besichtigung vor Auszahlung allerdings überprüfen lassen.

Farbfotos des Objektes


Aktuelle und aussagefähige Objektfotos von Innen und Außen erleichtern bei bestehenden Immobilien die Objektbewertung durch die Bank. Bitte achte darauf, dass die Fotos von guter Qualität und in Farbe sind.

Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen


Die urkundliche Teilungserklärung beschreibt die einzelnen Miteigentumsanteile an einem Grundstück sowie die damit verbundenen Sondernutzungsrechte an Wohnungen oder auch z.B. Stellplätzen und Kellerräumen. Sie dient als Urkunde zur Beschreibung deines bestehenden bzw. angestrebten Eigentums.


 

Relevante Unterlagen zum Nachweis deiner Einnahmen, Ausgaben und Vermögenssituation

Um sich eine Übersicht über deine Bonität, sprich Kreditwürdigkeit, zu verschaffen erstellen Banken eine sogenannte Haushaltsrechnung. Hier werden deine Einnahmen und Ausgaben sowie dein Vermögen und Verbindlichkeiten gegenübergestellt. Zur Erstellung werden die nachfolgenden Unterlagen benötigt.

Einkommensnachweis


Bei Arbeitern, Angestellten, Beamten und Rentnern benötigen Banken die Einkommensnachweise der drei letzten aufeinander folgenden Monate; sprich Lohnabrechnungen, Gehaltsnachweise, Bezügemitteilungen bzw. Rentenbescheide. Einmalzahlungen wie z.B. Weihnachtsgeld werden mittels Einkommensnachweis aus dem Dezember des Vorjahres belegt. Auch für weitere Einnahmen wie Unterhalt, Einnahmen aus geringfügiger Beschäftigung oder Einnahmen aus Kapitalerträgen benötigt der Kreditgeber einen schriftlichen Nachweis sowie aktuelle Bescheide und Kontoauszüge.

Bei Selbstständigen wird in der Regel als monatliches Einkommen der Durchschnittswert der letzten drei Jahre angesetzt. Als Nachweise dienen die letzten drei Einkommensteuerbescheide sowie die aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), und je nach Gesellschaftsform und Art der Selbständigkeit die Gewinn- und Verlustrechnung, der Jahresabschluss bzw. die Bilanz oder die Einnahmenüberschussrechnung der letzten drei Jahre.

Kreditverträge, Leasingverträge und weitere Verbindlichkeiten


Für die Haushaltsrechnung ist es wichtig, dass Nachweise für alle bestehenden Verbindlichkeiten vorhanden sind. Hierfür werden deine Kreditverträge benötigt. Wenn möglich prüfe die Restschuld bei deinen bestehenden Verträgen. Hierzu zählen auch Nullprozentfinanzierungen und Leasingverträge. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter 6 Monaten sind in der Regel für die Haushaltsrechnung nicht relevant. Sie sollten jedoch trotzdem immer mit angegeben werden.

Eigenkapitalnachweis


Als Nachweis des eingesetzten eigenen Vermögens werden Auszüge von Sparkonten, Bausparverträge, Girokontoauszüge, Depotauszüge oder Policen von Lebensversicherungen benötigt. Da Eigenkapital die Bonität maßgeblich verbessert, sollte die Vorlage entsprechender Nachweise in deinem eigenen Interesse sein. Kontoauszüge dürfen dabei nicht älter als 4 Wochen sein. Bei Bausparverträgen ist der letzte Jahresauszug vorzuweisen.

SCHUFA-Auskunft


Zur Beurteilung deiner Bonität wird die finanzierende Bank eine entsprechende Auskunft bei z.B. der SCHUFA einholen. Hierzu wirst du um dein schriftliches Einverständnis gebeten. Der Bank werden von der SCHUFA lediglich Informationen zu bestehenden Krediten mit folgenden Daten übermittelt: Höhe des ursprünglichen Kredits, Abschlussdatum, Information, ob der Kredit ordnungsgemäß zurückgezahlt wurde. Solltest du in jüngster Vergangenheit finanzielle Probleme in Verbindung mit einem SCHUFA-Eintrag gehabt haben, so wird dies als Negativmerkmal übermittelt.


Je nach zu finanzierendem Objekt und Nutzungsart der Immobilie fordern Kreditinstitute darüber hinaus weitere Unterlagen an. Eine saubere Aufbereitung deiner Unterlagen stellt eine schnelle Verfügbarkeit aller wichtigen Informationen sicher und beschleunigt den Prozess der Finanzierungssuche.